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[Erasmus] Tag 20 – Sonnenstrand Flavour

Tag 20

Super geschlafen. Wir haben noch etwas Zeit, also schauen wir, Bruno, Alex und ich, uns noch die Stadt an. Nach 500 Metern scheint sich alles immer zu wiederholen. Essen, Club, Klamotten, Ramsch, Essen, Club, Klamotten, Ramsch. Ich halte eine Hand ins schwarze Meer, damit ich sagen kann, dass ich da schon drin war. Am Sonnenstrand sind zur Nebensaison nur ältere Engländer mit Doppelkinn unterwegs. Auf dem Weg zurück will ich ein Eis. Der Stand sagt 1,59 Lew für 100g. Normaler Preis für die Gegend hier, denke ich. Alex bestellt ein Eis, der Typ nimmt einen riesigen Becher, wiegt ihn und sagt 14 Lew. Bevor Alex reagieren kann, hat er schon bezahlt. Er hat gerade ein Kilo Eis gekauft. Ich sage halb geistesgegenwärtig, er soll gefälligst die Hälfte runternehmen und zahle wenigstens nur 8 Lew. Nervt mich immer noch, ich hätte einfach nicht zahlen können, war aber zu überrumpelt. Dabei bin ich gegen sowas eigentlich immun, dachte ich. Wenigstens war es lecker.

Jpeg

Alex mit 1 Kg Eis

Da der Rückweg ziemlich lang ist, ich nicht im Dunkeln fahren will und der ganze Trip blöd geplant ist, möchte ich eigentlich um 12 Uhr los. Ich werde überredet, mir noch die Stadt Nessebar in der Nähe anzusehen. Alte Stadt auf einer Insel. Da das Navi doch weniger Zeit zurück berechnet als gedacht, geht das klar. 

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Rutsche auf Boot

Nessebar ist schon in Ordnung, entpuppt sich jedoch auch als pure Touristenattraktion. Alles voller Restaurants und Souvenirläden. 

Das Ei öffnet sich gegen Geld

Das Ei öffnet sich gegen Geld

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Neben dem üblichen Kram kann man hier ziemlich viel Antiquitäten aus der Nazi-Zeit kaufen, Bücher, Uniformen, Streichhölzer – Hauptsache, es ist ein Hakenkreuz drauf.

 

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„No one can catch us“

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Meins?

Noch ein Stück Pizza in Nessebar, dann endlich losfahren. Ich warte nicht auf die Kolonne und heize los. Dieses Mal haben wir statt Anas Alex dabei. Dieser hat auf seinem Iphone coole Musik, was für den langweiligen Highway echt wichtig war. Auf der Autobahn sind es ca. 400 km nach Sofia und von dort noch nach Süden nach Blagoewgrad. Nach Sofia läuft alles super. Ein Zwischenstopp bei Burger King, tanken, Beine vertreten und weiter geht’s. Ab Sofia werden die Straßen wieder bulgarisch. Das allein wäre noch gegangen, leider wird es aber auch gerade dunkel. Das größte Problem ist, dass es hier zappenduster wird und die Fahrbahnstreifen so ausgeblichen sind, dass man nicht sieht, wo die Straße aufhört. In dem Moment wurde der Expertenmodus in Form eines Gewitters eingeschaltet. Selbst die Bulgaren gehen jetzt auf die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Ich bin immer froh, wenn jemand vor mir fährt, da ich die Spur echt nicht sehen kann. Geschweige denn Schlaglöcher. Alex legt einen echt guten Techno-Nacht-Fahr-Mix auf, der mich entspannt. Zwischendurch hätte ich fast jemanden umgefahren, der bei Gewitter über die Autobahn gerannt ist, ansonsten lief trotzdem alles glatt. Ich finde, dafür sollte ich einen Expertenstempel auf meinem Führerschein bekommen. Kaum sind wir angekommen, verziehen sich alle auf ihre Zimmer. Ich bin echt erledigt, da ich die letzten zwei Stunden super konzentriert auf die Straße geguckt habe. Ich mache noch schnell Vorbereitungen für die Uni morgen und gehe dann ins Bett.

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Wie geht das nochmal mit dem Selfie?