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[Buch] Eat that Frog! – Äußerst deliziös

Vor kurzem habe ich mir das Buch Eat that Frog von Brian Tracy durchgelesen. Genauer noch, ich habe es mir auf einer langen Zugfahrt angehört. Vor gut einem Jahr habe ich eine Schwäche für diese Selbstverbesserungsbücher und Motivationsbücher entickelt. Viele der angesprochenen Konzepte dieser Bücher setze ich nicht um oder sind gar zu schwamming um wirklich was konkretes damit zu machen. Ich lese sie, weil sie mich motivieren und meine Gedanken in die richtige Richtung leiten. Auch Eat that Frog gehört in diese Kategorie und hat mir erstaunlich gut gefallen, obwohl kaum ein Konzept darin wirklich bahnbrechend ist.

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Das Buch teilt sich in 21 Lektionen auf, die helfen den dicksten Frosch zu erkennen und zu essen und letztendlich erfolgreicher zu werden -in welchem Bereich auch immer. Ich will nur einige der Punkte highlighten.eatthatfrog_detail2

Die Kernaussage des buches beruht auf einem amerikanischen Sprichwort, das übersetzt ungefähr folgendes bedeutet: Wenn du morgens einen Frosch isst, kannst du sicher sein, dass es das Schlimmste war, das dir diesen Tag passiert ist. Metaphorisch steht dies dafür, dass man sich immer die größte und unangenehmste Aufgabe des Tages zuerst vornehmen soll. So kommt man zu Erfolg. Er meint auch, dass die Formel zu Erfolg ganz leicht ist. Man sieht sich Leute an, die das haben, was man will und macht nach was sie machen. Wenn man das tut, wird man erkennen, dass diese Menschen gute Prioritäten setzen und ihre größten Frösche zuerst essen.

Das ergibt auch Sinn wenn man mal an die Sachen denkt, die man eigentlich alle tun sollte. Die Todo-Liste der meisten Leute wächst schneller als man sie abarbeiten kann. Das heißt dass auch erfolgreiche Menschen nicht besser darin sind all ihre Aufgaben zu erledigen, sondern besser darin die richtigen Aufgaben zu erledigen. Er macht sehr deutlich, dass Aktivität nicht gleich Leistung ist. Jeder kennt Leute, die immer beschäftigt sind und dann doch nichts geschafft haben.

Wichtig dabei ist, dass man anfangen muss den fettesten Frosch zu essen und ihn auch aufessen muss. Außerdem bringt es nichts den Frosch vorm Essen lange anzustarren.  Man lernt also einige Dinge über Prioritäten und Fokus.

Sehr interessant fand ich auch eine Passage, über Optimismus. Es gibt eine wissenschaftliche Studie, die zeigt, dass optimistische Firmenchefs mehr Erfolg haben. Das liege daran, dass diese in schlechten Situationen nicht anfangen zu jammern und einen Schuldigen suchen, sondern nach dem Guten suchen, nach Optionen oder zumindest nach einer Lektion. Da ich mich selbst für einen Optimisten halte, fand ich das natürlich cool 🙂

Um Aufgaben weniger aufzuschieben und sich an seine guten Vorsätze zu halten, werden eine Reihe von Techniken vorgestellt. Zunächst ist wichtig, dass man seine Ziele ausformuliert hat. Dazu sollten diese Ziele in kleine Teile zerlegt werden, da einer der größten Gründe für Prokrastination ist, nicht zu wissen was zu tun ist.

Außerdem muss man sich voll und ganz bewusst werden dass kein Zeitpunkt je perfekt sein wird. Eine Aufgabe aufzuschieben, weil man gerade keinen bequemen Stuhl hat oder später sicher mehr Energie, ist Blödsinn. Sollte eine Aufgabe viele Tage in Anspruch nehmen kann das auch einschüchternd sein. Hier empfiehlt der Autor einen kleinen Trick mit der ‚Nur heute‘-Technik. Man überredet sein Gehirn einfach es nur heute zu machen und erst mal nicht an morgen zu denken.

Wenn man dabei ist, seinen größten Frosch zu essen, muss man sich vor Ablenkungen schützen. Das ist heutzutage so schwer wie nie, da das Internet uns dauerhaft mit Ablenkungen überschüttet. Vor Allem Emails fühlen sich zwar wie Arbeit an, sind aber sehr unwichtig und sollten mit Vorsicht genossen werden.

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Eat that Frog ist meiner Meinung nach der perfekte Einstieg in diese Art der Literatur. Es umreißt sehr viele der Grundideen von Produktivität, Zielsetzung und Erfolg. Dabei unterteilt es alle Konzepte in 21 leicht verdauliche Häppchen un kommt insgesamt auch nur auf ca. 3-4 Stunden Lesezeit. Das ist wesentlich kürzer als so manch anderes Buch, das ich über ähnliche Themen gelesen habe und tut dem Buch nur gut. Alles in Allem kann ich das Buch wärmstens an Leute epmfehlen, die genau so gerne eigene Projekte in Angriff nehmen, wie ich und dafür ein wenig Struktur brauchen.

 

*geht erst mal produktiv schlafen*

Ja ich wollte eigentlich PicoJournal weitermachen aber ich bin auf Reisen und die Rails Gems haben Probleme bei der Installation gemacht…